ERTE in Spanien: Rechte des Arbeitnehmers
Ein ERTE (Expediente de Regulación Temporal de Empleo) ist ein gesetzliches Verfahren, mit dem Unternehmen Arbeitsverhältnisse vorübergehend aussetzen oder die Arbeitszeit reduzieren — meist in wirtschaftlichen Krisen. Für Arbeitnehmer hat das weitreichende Folgen.
Was passiert bei einem ERTE?
Der Vertrag wird nicht gekündigt, sondern suspendiert oder in der Arbeitszeit reduziert. Sie bleiben Arbeitnehmer, erhalten aber während der Aussetzung kein Gehalt vom Arbeitgeber.
Ihr Recht auf Arbeitslosengeld
Während eines ERTE haben Sie Anspruch auf die prestación por desempleo (Arbeitslosengeld), auch wenn Sie die üblichen Beitragszeiträge noch nicht erfüllt haben. Der Arbeitgeber muss die Maßnahme korrekt melden.
Wiedereingliederung (reincorporación)
Endet der ERTE, haben Sie Anspruch auf Wiedereingliederung in Ihre bisherige Position und mit denselben Bedingungen. Verweigert der Arbeitgeber die Rückkehr oder ändert er einseitig die Bedingungen, können Sie dagegen vorgehen.
Häufige Probleme
- Keine ordnungsgemäße Information über den ERTE
- Aussetzung ohne gesetzliche Voraussetzungen
- Verweigerung der Wiedereingliederung
- Einseitige Verschlechterung der Bedingungen bei Rückkehr
Wie ich helfe
Ich prüfe die Rechtmäßigkeit des ERTE, verteidige Ihre Rechte auf Arbeitslosengeld und Wiedereingliederung und vertrete Sie bei Streitigkeiten vor dem Arbeitsgericht — auf Mallorca, Ibiza, Menorca und in Barcelona.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Kontaktieren Sie mich für eine kostenlose Ersteinschätzung.
Über die Autorin
Silvia Santaulària Bachmann
Anwältin (Abogada Colegiada nº 6193 – ICAIB)
Spezialisiert auf Betrug, Strafrecht, Forderungseinzug und Erbrecht für Deutsche
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